Tiruvannamalei war ein schoener Einstieg in Indien gewesen.Mit dem Bus ging es dennoch weiter nach Ponicherry. Diese Stadt ist vor allem von „The Mother“ beherrscht. Eine Franzoesin, die frueher die Sprecherin eines Gurus war und eine Utopische Siedlung namens Auroville ein paar km auserhalb gegruendet hat. Aus diesem Grund ist die Stadt auch von westlichen Anhaengern und bzw Touristen ueberfuellt. Pondicherry selbst ist durch einen Kanal in 2 Bereiche getrennt. Einen franzoesischen und einen indischen. Stammt noch aus der Kolonialzeit und ist bis heute noch spuerbar.
Am Tag unserer Abreise hat es mich ziemlich verspult > Durchfall und Kotzeritis wie noch nie zuvor in meinem Leben. Eine Tablette ermoeglichte dennoch die Abreise mit dem Zug Richtung Madurai. Unterwegs haben wir uns umentschieden und sind statt nach Madurai zu fahren in die „hill-station“ Kodaikanal gefahren. Nach 14h sind wir nachts um 2 angekommen und hatten Muehe ein Hotel zu finden und den Rezeptionisten zu wecken. Am naechsten Tag ging’s ins Krankenhaus. Mir ging’s zwar besser, aber Kalle kam an den Tropf und wurde ein paar Tage einbehalten. Gluecklicherweise liegt Kodaikanal so hoch, dass die Temperaturen ertraeglich waren. Der Beweis war in der Schokolade zu finden, die hier hergestellt werden kann, weil sie nicht sofort schmilzt, wie das in der Ebene wohl der Fall waere 🙂
In Madurai war es nicht mehr so schoen kuehl. Hier laeuft einem manchmal auch schon von „Nichtstun“ der Schweiss und wie ueberall (bis jetzt) ist es eher die Ausnahme, wenn es mal nicht stinkt. Der Geruch ist auf jeden Fall nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass ueberall einfach hingepisst wird. Habe sogar eine Frau im stehen auf die Strasse pinkeln gesehen!
Madurai ist eine Pilgerstadt, da sie einen der hier typischen Tempel in ihrem Innern hat. Die Stadt ist ziemlich alt und jeden Freitag kommen besonders viele Pilger und huldigen der Goettin. Von oben betrachtet sollen die Strassen wie ein Mandala angelagt sein und die Pilger sollen die Energie bringen, wenn sie drumherumlaufen und es aktivieren. Was auch immer das heisst, werden wir allerdings nicht mehr miterleben, da wir heute Nacht um 2:ooUhr den Zug in die naeachste heilige Stadt am suedlichsten Punkt Indiens nehmen werden.