21.12.2009

Aegypten – Kairo

Als wir am ersten Tag losgegangen sind um die Stadt zu erkunden, hat uns am Nil ein junger Mann angesprochen. Er hat und gefragt, woher wir kommen und was wir so machen. Er selbst sei Kunst und Geschichte- Student und haette vor ein paar Tagen seine eigene Gallerie eroeffnet. Er fragte, ob wir fuer ihn Werbung machen wuerden und brachte uns in seine Gallerie, um eine Visitenkarte zu holen. In „seiner“ Gallerie, lernten wir seinen Bruder und Schwester kennen. Unter dem Vorwand eine Visitenkarte zu holen, verliess der Junge den Landen wieder und ueberlies uns seinem Bruder, waehrend die Schwester uns schon einen Tee brachte.

Wir unterhielten uns nett und der Bruder zeigte uns die ganzen Bilder. Dabei legte er die, welche uns gefielen beiseite. Als wir alle durchgesehen hatten legte seine Schwester die „ausgewaehlten“ Bilder auf dem Boden aus und wir wurden gefragt, welche uns am besten gefallen wuerden. Kalle war klug genug um zu sagen, er koenne sich fuer keines entscheiden. Ich war nicht so unentschlossen und waehlte eines aus. Der Bruder nahm es und meinte er wolle es mir schenken. Im naechsten Augenblick schrieb er meinen Namen auf ein Blatt Papier und meinte, er wuerde in  auf arabisch und in Hieroglyfen auf das Bild schreiben. Ich konnte ihn nicht davon abhalten. Nach einem 2ten Tee waren wir bereit weiter zu gehen. Der Bruder meinte ich koenne ihm fuer das Bild etwas geben. Der Materialpreis wuerde 120 EP (15,- EUR) betragen. Ich sagte ihm, ich wuerde ihm dafuer nichts bezahlen, wenn es ein Geschenk sein solle. Da ich mir aber auch falsch vorgekommen waere, es einfach mt zu nehmen, liess ich eseinfach da und wir gingen. Im Gespraech hatte sich heraus kristalisiert, dass die Gallerie ein Familienuntenehmen seit mindestens 2 Generationen ist und der Junge, der losgegangen war um eine Visitenkarte zu besorgen (die wir mittlerweile auf dem Schreibtisch selbst gefunden hatten) war in der Zwischenzeit mit einem weiteren Touristen zurueck gekehrt.

Als wir gestern auf den Grand-Basar gingen, wo sich wohl alle Touristen Kairos unabgesprochen versammelt hatten, entdeckten wir die selben Bilder, die der Typ uns fuer 120 EP Materialkosten „schenken“ wollte fuer 15,-EP (im „Erstgebot“).

Als wir in die Metro stiegen, stellten wir fest, dass ausser Kalle kein einziger Mann im Abteil war. Wir waren im Frauenabteil gelandet. Als wir ausstiegen, sahen wir die Schilder, die einen bestimmten Teil der Bahnsteiges für Frauen reservierte. Geschlechtertrennung in Perfektion ;o)

Als wir die erste Straße entlang liefen und an ein paar Kindern vorbei gingen, die wir auch schon gegrüßt hatten, traf mich ein Stein an meiner Haarspange. Als Kalle in Aktion trat und zurueck ging, war natuerlich keins von ihnen  so mutig um zu seiner Tat zu stehen. Ein Mann kam beschwichtigend und entschuldigend auf uns zu und so liessen wir es bei „boesen Blicken“ umd gingen weiter.

Durch Zufall gelangten wir zur Citadelle. Ein Stifteverkaeufer wollte uns einen Stift andrehen und als wir ablehnten, fragte er ob ich ein Bild mit ihm machen wolle. Das wuerde auch nichts kostn! Da ich ihn weder kannte und auch sonst keinen Bezug zu ihm hatte und vor allem mich nicht wieder von einem fremden Mann in den Arm nehmen lassen wollte lehnte ich ab. Als er mich spaeter wieder entdeckte fragte er abermals nach einem Foto zusammen mit ihm.Nachdem ich wieder ablehnte, meinte er, ich moege wohl keine „black man from Aswan“. So schnell wird man zum Rasisten!

Von all diesen eher weniger angenehmen Erfahrungen abgesehen, ist Kairo eine super Stadt. Sie Sonne scheint, sodass man weder schwitzt noch friert. Man geht ein paar hundert Meter und ist in einer anderen Welt. Die Vielseitigkeit ist wirklich kaum zu toppen und mit jedem Tag taucht man mit mehr Verstaendnis und Wissen in diese die Stadt ein.

Der Verkehr hier folgt anderen Gesetzen wie bei uns. Fahrstreifen, Fussgaengeruebergaenge  und Ampeln sind eigentlich ueberfluessig, da sie ohnehin nicht viel Beachtung finden. Die Einzigen, die ein bisschen Einfluss auf die staendig hupende Masse hat, sind die Verkehrspolizisten. Die Sind auch gut, um mal ein Auto anzuschieben, oder eine Oma sicher ueber die Strasse zu geleiten. Scheinwerfer sind auch ueberfluessig, denn dieStrassenlaternen erleuchten die Strassen hell genug, sodass man stattdessen bunt blinkende Leuchtdioden einbauen kann. Kinder lernen fruehzeitig im Verkehr teilzunehmen. Wir haben 8-10 jährige Jungen (natürlich ohne Helm) auf einem Motorrad fahren sehen.

Kommentare

Servus Resi,
so deine Abenteuer lesen sich sehr spannend und Marina und Ich brennnen darauf in unser eigenes zu starten. Jetzt sind es keine 14 Tage mehr bis es losgeht und langsam werde ich schon nervös.

Ach unser Blog steht auch schon so halber.

Also ein Auto ist auch schon reserviert und ja, ich hoffe euch geht es gut und feiert schön ins neue Jahr.

Bis denne

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