Juhu, wir sind da. Nach einem langen Flug, mit Zwischenlandung in Bahrain, sind wir in Chennai, in Indien gelandet. Nach harten Verhandlungen gings mit einer Motorriksha zum Bahnhof. Wir nach der langen Zeit in Kairo nicht gleich wieder in einer riessigen Stadt bleiben. Nach unserem ersten indischen Mahl in einem Bahnhofsrestaurent haben wir den Bus nach Tiruvannamalei ausfindig gemacht.
Der erste Eindruck war schon sehr krass. Es war sehr warm, selbst als wir ankamen (um 3:20Uhr) kamen wir ins schwitzen ohne koerperlich grossartig aktiv zu werden. Auf den Strassen liegen die Menschen am Boden und schlafen, ueberall gibt es bunte heiligen-Schreine, viele laufen barfuss, Kinder haben Gloeckchen am Fuss und die Kuehe liegen, laufen und stehen ueberall herum. Maenner pissen in die Abflussrinnen und tragen lange Tuecher, die sie nach oben falten, sodass sie wie kurze Roecke sind, wenn es zu warm wird,….
Schlicht und einfach eine komplett andere Welt! Die einzige Gemeinsamkeit mit den Menschen hier scheint zu sein, dass wir Menschen sind. Nicht einaml die Mimik stimmt ueberein, da alle nach links uns rechts mit dem Kopf wackeln anstatt nach oben und unten. Hier hat eine uralte Kultur den Uebergang ins Jahr 2010 geschafft. Andieser Stelle wuensche ich Allen ein TOLLES, FROHES und vor allem GESUNDES Jahr 2010!
Am Silvesterabend war Vollmond und wie zu jeder Vollmondnacht komen hunderte Pilger nach Tiruvannamalei. Sie laufen alle um den heiligen Berg, der frueher mal ein Vulkan gewesen sein soll. Wir haben uns mit der Masse treiben lassen. Die letzten Meter bin ich sprichwoertlich geschlichen, da mir die Fuesseohne Ende schmerzten, da ich das barfuss laufen nicht mehr gewohnt bin.
Ansonsten geniessen wir das tolle Essen, dass erstaunlicherweis gar nicht so scharf ist, wie wir erwartet hatten. Gegessen wird uebrigens mit den Haenden. Besteck in Form von Messer und Loeffel gibt es zwar, aber nur zum servieren, nicht zum essen an sich. Leckere Getraenke, wie Chai, Zuckerrohrsaft und die gruenen Kokosnuesse, in die ein Loch geschlagen wird, um sie mit einem Strohhalm auszutrinken, gibt es natuerlich auch zu hauf. Mmmhhhh 😀