Was mir als aller erstes auffiel war die Lautstaerke im Bus. Man kann klischeehaft sagen, je weiter man in den Sueden kommt umso lauter wirds đ
Auf zweiraedern traegt grundsaetzlich niemand ein Helm, die Ladeflaeche von Pickups dient zum Personentransport, Zebrastreifen oder Fussgaengerampeln sind ueberfluessig. 4-spurige Strassen ueberqueren? Kein Problem! Einfach loslaufen! Dabei ist der Unterschied zwischen Grossstadtkind (Kalle) und Landei (ich) deutlich zu merken.
Maenner haben hier untereinander uebrigens weniger Beruehrungsaengste. Zur Begruessung ein Kuesschen, beim Spazierengehen beim anderen einhaken, oder Haendchen halten, alles ganz normal.
Ein leidlicheres Thema sind die sanitaeren Anlagen. Spaetestens jetzt gibt es nur noch „Stehklos“ und keine Duschkabinen mehr, sonder alles in einem. Toilettenpapier ist wie wir beim Kauf desselben erfahren haben nur was fuer Babys., denn fuer was gibts denn Wasser und die linke Hand?!
Was mir ebenfalls aufgefallen ist, sind die vielen Kinder, die in den Strassen mit Schuhputzkaesten sitzen oder im Park mit Thermoskannen Tee – und Kaffee verkaufen.
Frauen sind im oeffentlichen Leben Mangelware. Die Gesellschaft scheint zu 90% maskulin zu sein. Wenn wir in einen der hier typischen Teesalons gehen, bin ich grundsaetzlich das einzigste weibliche Wesen.
Der Unterschied zwischen den Frauen, wenn man welche sieht kann gigantisch sein. Von „westlich- modern“ ueber Kopftuch bis hin zu komplett verschleiert, sodass man nicht mal mehr die Augen sieht.
Es ist fuer mich unvorstellbar wie sie aller Mimik beraubt durch die Welt zu wandeln.