Von Vlore aus sind wir mit einem Bus nach Ioannina in Griechenland gefahren.
Naja um genau zu sein hat man uns 5 km vor der Stadt aussteigen lassen, da der Bus in eine andere Richtung weiter fuhr. Also gingen wir 2-3 km zu Fuss Richtung Zentrum. Es war schon gegen 21:00Uhr und dunkel. Wir entdeckten ein Camping-Schild, folgten ihm und fanden einen Campingplatz, der offen zugaenglich war. An der Rezeption war keiner und so bauten wir unser Zelt einfach auf. Ausser uns war nur noch ein Campingbus auf dem Parkplatz da.
Nach einem Picknick auf einer Parkbank ging ich mit der Bitte an den Himmel es heute Nacht nicht regnen zu lassen schlafen. Es dauerte allerdings nicht lange und da fing es an zu troepfeln. Beim troepfeln blieb es nur leider nicht. Letztendlich hat es die ganze Nacht durchgeregnet. Durchgeregnet hat es nicht nur im zeitlichen Sinne sondern auch im Materiellen. Mein kleines Zelt hielt dem Regen nicht so Stand, wie man sich das bei so einem Wetter wuenschen wuerde und so war es am morgen hoechste Zeit „die Zelte abzubrechen“! Ich lag schon mehr oder weniger in einer Pfuetze.
Nachdem wir (im Regen) zusammen gepackt hatten gingen wir erstmal einen Kaffee trinken und das naechste Reiseziel besprechen. Auf der Suche nach dem Busbahnhof hat uns ein aelterer Herr entdeckt. Weder Kalle noch ich sprechen oder verstehen griechisch, aber das macht nichts, wenn ueberall die Leute deutsch sprechen! Der Nette Herr hatte 5 Jahre in Koeln gearbeitet und fuehrte uns hoechst persoenlich zum gesuchten Platz, den wir alleine wahrscheinlich nicht so schnell gefunden haetten, da es doch recht weit und verwinkelt war dorthin zu kommen.
Durch den Regen fuhren wir nach Messolingo, an der Suedkueste. Eine ueberraschend nette Kleinstadt an einer sehr Flachen Lagune gelegen.
Am naechsten Tag ging’s mit dem Bus nach Amfissa und von dort weiter nach Delphi, dem Mittelpunkt der Welt.
Der Mittelpunkt der Welt wurde fuer Besucher leider schon um 15:00Uhr geschlossen und da wir erst gegen 16:00Uhr dort waren, standen wir vor verschlossenen Toren. Es war dennoch schoen dort zu sein. Delphi liegt auf einem Berg und man hat einen gigantischen Ausblick ins Tal, welches ein einziges Meer an Olivenbaeumen ist.
Mit einem vollgestopften Bus ging’s Abends noch nach Athen.
In Athen haben wir uns einen ganzen Tag Zeit gelassen um die Stadt zu erkunden und die Akropolis zu besuchen. Postkartenmotive haben wir allerdings keine vorgefunden. Fast ueberall waren Baugerueste angebracht und es wurde restauriert. Beeindruckend war es dennoch, vor diesen maechtigen Bauwerken aus einer anderen Zeit zu stehen. In der Ausblick auf die drumherum gewachsene Stadt war auch nicht zu verachten. Die Situation mitten in Athen diese Monumente einer anderen Zeit un auch Kultur wieder zu finden war merkwuerdig.
Am naechsten Tag fuhren wir in aller Fruehe mit der Faehre nach Santorini. Eine Insel die durch einen Vulkan entstanden ist. Letztendlich ist es der uebrig gebliebene Vulkankrater auf dem nun 10.000 Menschen leben. Und 7000 davon leben allem Anschein nach vom Tourismus.
Wir waren etwas laenger auf der Insel als uns vielleicht lieb gewesen waere, da die Faehre nach Kos nicht taeglich faehrt. Aber wir waren startklar, als besagte Faehre nach Kos um 1:50Uhr ablegte. Nun sind wir auf der Insel Kos und quasi auf dem Sprung Europa hinter uns zu lassen. Kos ist eine nette Stadt mit ebenfalls schoenen Hinterlassenschaften der Vergangenheit.